syte Renovate ermöglicht eine präzise Fördermittelberechnung für energetische Gebäudesanierungen. Dabei wird der Ist-Zustand analysiert und durch die Simulation verschiedener Szenarien automatisch die optimale Förderung ermittelt.

Was ist die BEG?

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) unterstützt Sanierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz von Wohn- und Nichtwohngebäuden. Die BEG-Förderung für Bestandsgebäude umfasst drei Programme:

  • BEG EM (Einzelmaßnahmen): Fördert einzelne Sanierungsmaßnahmen wie Dämmung, Fenstererneuerung oder Heizungstausch.
  • BEG WG (Wohngebäude): Fördert umfassende Sanierungen von Wohngebäuden auf Effizienzhaus-Standard.
  • BEG NWG (Nichtwohngebäude): Fördert umfassende Sanierungen von Nichtwohngebäuden auf Effizienzgebäude-Standard.
Förderhöhen und Bedingungen

BEG EM (Einzelmaßnahmen):

  • 15 % Zuschuss für die Optimierung der Gebäudehülle über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
  • 30 % für die Modernisierung der Gebäudetechnik über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), mit Möglichkeiten zur Steigerung auf bis zu 70 %
  • Maximal geförderte Kosten: 30.000 € pro Wohneinheit (jeweils für Gebäudehülle und Gebäudetechnik)
  • Maßnahmen müssen von einem Energieeffizienz-Experten begleitet und dokumentiert werden und einen guten energetischen Standard erfüllen

iSFP-Bonus (individueller Sanierungsfahrplan): Nur für Wohngebäude und Privatpersonen. Zusätzliche Förderung von +5 % und +30.000 € geförderte Kosten für die Gebäudehülle, vorausgesetzt ein individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) wurde durch einen zertifizierten Energieberater erstellt. Die Maßnahmen müssen innerhalb von 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt werden. Der Bonus ist mit anderen BEG-EM-Förderungen kombinierbar.

BEG WG (Wohngebäude) / NWG (Nichtwohngebäude): Sanierung auf KfW-Effizienzhaus-Niveau erforderlich. Förderzuschuss von bis zu 35 %: bis zu 20 % Basis (Effizienzhaus 40), +5 % für die EE-Klasse bei Nutzung erneuerbarer Energien, +10 % für den Worst-Performing-Building-(WPB-)Bonus bei besonders ineffizienten Gebäuden (Energieklasse H). Maximale Fördersumme Wohngebäude: 150.000 € pro Wohneinheit. Maximale Fördersumme Nichtwohngebäude: 2.000 € pro m² Nettogrundfläche, insgesamt maximal 10 Mio. €.

Berechnung der Förderung mit syte Renovate

1. Erfassung des Ist-Zustands: Automatische Bestimmung der Gebäudedaten basierend auf alterstypischen Bauteilwerten, Berechnung des aktuellen Energiebedarfs, Analyse des Gebäudetyps und der bestehenden Bausubstanz.

Ist-Zustand-Erfassung in syte Renovate

2. Simulation der Sanierungsmaßnahmen: Auswahl von Sanierungsszenarien (z. B. Dachdämmung, Fenstererneuerung, Heizungstausch), Berechnung des neuen Energiebedarfs nach der Sanierung, Kalkulation der Sanierungskosten sowie automatische Ermittlung und Auswahl des optimalen Förderprogramms.

Beispiel für Sanierungsvariante 1 (Austausch der Fenster und Einbau einer Wärmepumpe, erfüllt keinen EH-Standard, Förderung über BEG-Einzelmaßnahmen):

  • Fenster: 15 % Förderung (U-Wert 0,95 erfüllt), 80.620 € Kosten, 30.000 € maximal geförderte Kosten → 4.500 € Förderung
  • Wärmepumpe: 30 % Förderung, 26.735 € Kosten, 30.000 € maximal geförderte Kosten → 8.020 € Förderung
  • Gesamtförderung: 12.520 €

Fördermittelberechnung für Sanierungsvariante 1

Beispiel für Sanierungsvariante 2 (Fenster + Wärmepumpe + Dämmung Fassade, Dachgeschoss und Kellerdecke, erfüllt EH 70 EE WPB, Förderung über BEG-EH):

  • 25 % Förderung, 271.652 € Kosten, 150.000 € maximaler Kredit → 37.500 € Tilgungszuschuss
  • Gesamtförderung: 150.000 € Kredit inkl. 37.500 € Tilgungszuschuss

Fördermittelberechnung für Sanierungsvariante 2

Förderantrag und Abwicklung

Die Antragstellung erfolgt über die KfW oder das BAFA. Vor Beginn der Maßnahmen muss ein Energieberater eingebunden werden. Nachweise über die Umsetzung sind erforderlich (z. B. Rechnungen, Fotos, Dokumentationen). Die Auszahlung erfolgt nach erfolgreicher Umsetzung der Sanierung.

Fazit

Mit syte Renovate können Nutzer schnell und effizient die möglichen Fördermittel ermitteln und verschiedene Sanierungsoptionen durchspielen. Dies erleichtert die Entscheidungsfindung und optimiert den finanziellen Nutzen energetischer Sanierungsmaßnahmen.